Allergenliste erstellen — und aktuell halten

Eine Allergenliste bleibt nur dann richtig, wenn sie am Rohstoff geführt wird und nicht am Gericht. Wird sie pro Gericht erfasst, veraltet sie bei jedem Karten- und Lieferantenwechsel unbemerkt. Am Rohstoff gepflegt, erben alle Rezepte die Angabe automatisch.

Warum die Liste am Gericht scheitert

In den meisten Betrieben geht jemand die Karte durch und trägt je Gericht ein, was drin ist. Das funktioniert genau einmal.

Danach beginnt der Zerfall: Die Karte wechselt und das alte Gericht bleibt stehen. Der Bouillon-Lieferant wechselt, die neue enthält Sellerie — betroffen sind neun Gerichte, geändert wird keines, weil niemand weiss, welche neun es sind.

Die Umkehrung: Angabe am Rohstoff

Du pflegst einmal, dass diese Bouillon Sellerie enthält. Jedes Rezept, das sie verwendet, übernimmt die Angabe. Wechselt der Lieferant, änderst du eine Stelle.

Das ist dieselbe Verknüpfung, die schon die Kalkulation trägt. Wer seine Rezepte in GastroCost hinterlegt hat, bekommt die Deklaration weitgehend nebenbei.

Der Prüfstand gehört mitgeführt

Ein leeres Feld kann zweierlei heissen: geprüft und frei, oder nie geprüft. Auf dem Ausdruck sehen beide gleich aus.

Deshalb kennt die Liste drei Zustände statt zwei — enthält, enthält nicht, noch nicht geprüft. Ein Gericht mit ungeprüfter Zutat wird als unvollständig ausgewiesen, nicht als sauber. Mehr dazu in Allergene auf der Speisekarte deklarieren.

Häufige Fragen

Wie oft muss die Allergenliste überprüft werden?

Bei jedem Kartenwechsel und bei jedem Lieferantenwechsel. Der Lieferantenwechsel ist der häufigste unbemerkte Auslöser, weil sich das Gericht nicht ändert, die Zusammensetzung der Zutat aber schon.

Kann ich Allergene bei zusammengesetzten Produkten selbst beurteilen?

Nein. Bei Bouillons, Saucenansätzen, Gewürzmischungen und Fertigteigen ist die Herstellerangabe die einzige belastbare Quelle. Aus dem Namen lässt sich die Rezeptur nicht ableiten.

Übernimmt die Software die Verantwortung für die Richtigkeit?

Nein. Die Verantwortung bleibt beim Betrieb. Software kann die Angaben konsistent halten und Lücken sichtbar machen, die fachliche Prüfung ersetzt sie nicht.

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